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wieder online

7.6.

leider hatten wir in Berlin einen Hardware-Ausfall und Internet war „weg“ ;-))

dank Micha und Linn ist jetzt wieder alles online und der Blog kann weiter gehen; in den nächsten Tagen holen wir dann die „verlorenen“ Tage wieder auf…; sind gerade in Porto und haben heute die Stadt erkundet; erste Eindrücke….:



erster Nachtrag

29.5.

weiter an die Gironde Mündung

Carnac und den schönen Zeltplatz Le Moustoir (mit Hallenbad!) verlassen wir nach Süden mit einem weinenden Auge; in der Bretagne waren wir bestimmt nicht zum letzten Mal, der kleine Eindruck von Landschaft, Kultur etc., und vor allem die raue Atlantik-Küste hat Lust auf mehr gemacht. Außerdem ist einiges vom Geplanten wegen des erhöhten Verkehrsaufkommens (auch in Frankreich ist Himmelfahrt ein Feiertag und viele, sehr viele nutzen das lange Wochenende für Ausflüge; überall finden auch Stadtfeste statt) zu kurz gekommen wie Vannes ansehen, oder der Abstecher auf die Il de Re und der Stopp in La Rochelle. Aber abends als dann doch der nächste Zeltplatz erreicht und im nahen Supermarkt für Abendessen und Frühstück eingekauft ist, sind die Sinne auch wieder offen für Neues an der Cote de Beaute und die ersten Eindrücke sind gut.

 

30.5.

der erste sonnige Tag des Urlaubs an der Gironde Mündung

In einem der schönsten Dörfer Frankreichs (Talmont-sur-Gironde) findet genau heute das Festival des Windes statt bei super Wetter. Die sehr beeindruckende 800 Jahre alte romanische Kirche, die malerischen Häuschen und die schönen Küstenausblicke bieten eine tolle Kulisse für interessante Konstruktionen aus Flaschen, alten Büchsen u.v.a. die sich im Wind bewegen; Drachen, Fahnen und andere „luftige“ Gerätschaften waren überall zu sehen; es herrschte eine super entspannte sommerliche Stimmung. Wir haben dieses schöne Festival als „verdienten Ersatz“ für den Kiezer Sommer erlebt. Außerdem noch Rundreise über die weiter nördlich gelegene Halbinsel und weiter die Küste hinauf bis zum Leuchtturm mit einem breiten Sandstrand und toller Brandung des Atlantik; Rückfahrt über ein kleines Künstlerdorf; Abends gut essen am Hafen von Meschers-Sur- Gironde mit Sonnenuntergang….

31.5.

zur großen Düne

heute geht es weiter nach Süden zur größten Düne Europas nach Pyla-Sur-Mer; mit der Fähre von Royan aus auf die andere Seite der Gironde-Mündung und dann auf schnurgeraden Straßen durch endlose Pinienwälder ziemlich nervtötend bis auf einen sehr schön gelegenen Zeltplatz direkt südlich der größten Wanderdüne Europas; Die Fahrt ist bei dem Anblick sofort vergessen, es ist nur noch beeindruckend. Hinunter an den Strand dauert etwas und ist echt steil; hinauf dauert dann noch länger ;-)) ; abends lecker Pizza to go und Sonnenuntergang an der Steilküste



Kontrastprogramm Rückfahrt

11.6. bis 13.6.

volles Kontrastprogramm auf der Rücktour

nach der Stippvisite in Zaragoza wollen wir über die Pyrenäen fahren. Leider regnet es sehr stark, es sind nur 10 Grad und es ist von den Bergen nichts zu sehen. Daher nehmen wir sehr gern das Angebot des Zeltplatzes an, im nebenan gelegenen Hotel den Pool und Spa-Bereich nutzen zu können. Abends ist es dann so kalt, dass wir das erste Mal im Bus sitzen und die Heizung anmachen. Wir wetten, ob wir morgens die Scheibe kratzen müssen. Aber so weit kommt es nicht, erst ist dichter Nebel, so dass wir etwas länger schlafen. Beim Frühstück ist es zwar bitterkalt, aber wir sind von schneebedeckten Bergen umgeben und die Sonne scheint. Bei so schönem Wetter und toller Fernsicht geht es durch die Berge bis ans Meer. Ein Stopp im hübschen Collioure muss sein. Abends landen wir auf einem Zeltplatz der Superlative, für uns ist es ganz klar too much. Es fühlt sich an, als würde Pleasantville hier Urlaub machen. Aber ein Klassik-Konzert beim Camping hat schon was. Am nächsten Morgen noch mal Strandaufenthalt und Nutzung der grandiosen Badelandschaft, dann geht es ins Hinterland in das Tal der Herault und mittelalterliche Orte wie z.B. das pittoreske Saint-Guilhelm-de-Desert.



Zweiter Nachtrag

1. und 2. Juni in San Sebastian

jetzt also nach Spanien

erst einmal aber noch nach Bordeaux: Frontscheibe am Auto ist kaputt; Terminvereinbarung lief ganz gut über ADAC/Versicherung/CarGlasDeutschland und CarGlasFrankreich; 13:00 Uhr in Bordeaux und wir werden schon erwartet: jetzt haben wir 2 Stunden Zeit und laufen in die Stadt hinein: Markttag; sieht alles sehr bunt , multikulti und entspannt aus; Kaffee trinken, etwas verpflegen und zurück; alles gut: Auto steht bereit; weiter nach Süden wieder schnurgerade Straßen durch Pinienwälder Richtung Spanien; an der Küste dann schöne Ausblicke und nette Orte. In San Sebastian ist die Adresse des Zeltplatzes im Navi nicht zu finden; enge Einbahnstraßen machen die Suche nicht einfacher, am Ende habe wir aber die richtige Richtung und dann auch ein Hinweisschild entdeckt…; am Zeltplatz angekommen: erholen oder mit dem Bus noch einmal hinunter in die Stadt und an den Strand? Der Strand gewinnt und das war genau richtig; hier „tobt“ das Leben: baden, am Strand sitzen, Musik; kalte Getränke…, übrigens fährt der neue klimatisierte Bus bis Mitternacht auf die Minute pünktlich aller 20 Minuten für 1,75€, als Berliner waren wir ordentlich beeindruckt.

Am Sonntag den Tag langsam angehen…; erst einmal in Ruhe Frühstücken; Duschen (hier wie auch auf der weiteren Reise stellen wir fest: auf der iberischen Halbinsel haben die Lobbyisten der Bewegungsmelderindustrie ganze Arbeit geleistet :-)) ; Sachen sortieren…

jetzt mit dem Bus in die Stadt bis ins Zentrum; durch die Straßen streifen; viel Leben in der Stadt; man tanzt, singt, isst und trinkt auf den Straßen; wir machen erst mal mit; in einer Taberna ein paar sehr leckere Häppchen mit Wein und Bier; jetzt an den 2. Stadtstrand und baden/entspannen; der Strand ist supervoll mit Menschen aller Nationalitäten und Altersstufen; bei Wellengang und angenehmer Wassertemperatur macht das Baden richtig Spaß; dann noch einmal durch die Stadt streifen und noch einmal einkehren; Abends zurück mit dem Bus…



Abschluß des Reiseblog

Leider geht auch ein langer Urlaub mal zu Ende.

Den letzten Tag verbrachten wir in aller Ruhe am und im Fluss. Sonntag morgen ging es dann abseits der Rhone-Autobahn über einsame Straßen mit tollen Fernblicken durch das Tanargue-Massiv bis nach Lyon.

Ab dort ging es nur noch schnurstracks per Autobahn nach Hause. Sonntags ohne LKW’s ging es ganz gut voran und wir waren nachts um 2 Uhr in Köpenick. Einen Tag noch zum Ausschlafen, Wäsche waschen, Post sortieren, sich wieder zurecht finden usw. und dann hatte uns der Alltag wieder.

Was bleibt?

  • Der Eindruck von der Kraft des Atlantik

  • Unterschiedliche Auffassungen von Henry und mir über das notwendige Maß an Vorbereitung für eine solche Reise;

zugegeben, etwas weniger fest geplante Etappen hätten gerade den Beginn der Reise etwas ruhiger gemacht; aber, ohne Vorbereitung mit „anhalten, wo es uns gefällt“ wären wir wahrscheinlich über die Normandie kaum hinausgekommen

  • Die Erkenntnis, dass bei einer solchen Reise mit vielen Etappen das Umschalten in den Urlaubsmodus länger dauert und Pausen zum Verarbeiten gebraucht werden

  • Der VW-Bus und unsere einfache Camping-Ausrüstung für eine solche Tour völlig ausreicht, auch bei schlechtem Wetter (bei langen Regen-Phasen wäre es aber sicher schwierig geworden)

  • Die vorherige Planung hatte sich etwas zu sehr an bekannten Ortsnamen orientiert, so war der Stadt-Anteil im Urlaub etwas zu hoch, 1-2 Wanderungen mehr wären gut gewesen

Auf jeden Fall war der Abschluss-Aufenthalt von 8 Tagen an einem (bekannten) Platz gut zum Ausspannen

  • Das Reiseziel Bretagne

  • Der gute Vorsatz, dem einfachen, guten Essen zu Hause weiter Platz einzuräumen (bretonische Butter mit Meersalzkristallen mmhh…)

  • der Google-Übersetzer als App

  • zu Hause läuft`s, die Kinder kümmern sich und es sind Freunde da, wenn ein Problem auftritt

  • das Insektensterben ist Realität, es gab kaum mal Fliegen oder Wespen auf den Campingplätzen und erst in der 4. Woche hatten wir nennenswert mit Mückenstichen zu tun; dafür gab es eine Wanderung (Tal der Ibie) in der wir die ganze Zeit von einer Wolke kleiner, bunter Schmetterlinge umgeben waren; wunderschön

  • das Blog-Schreiben hat im Urlaub Spaß gemacht, hätte ohne das Internet-Problem zu Hause wahrscheinlich auch durchgehend geklappt, zu Hause das Ganze abzuschließen ist dann doch eher schwierig

  • fast 1500 Fotos, davon sind einige hier zu finden

  • Vorfreude auf den nächsten Urlaub mit dem Bus, vielleicht an die Stiefelspitze, oder nochmal nach Irland, oder aus aktuellem Anlass über Barcelona nach Mallorca smile

 


Dritter Nachtrag

7.6. bis 9.6. in Porto

Manchmal nützt auch die beste Vorbereitung nichts. Feiertage, Schulferientermine, Wetter und auch die Daten der Tour de France hatte ich im Vorfeld in die Planung einbezogen, aber die Nation League Finals hatte ich nicht auf dem Schirm. So waren wir überrascht, dass Porto von britischen und holländischen Fußballfans (inklusive der Begleiterscheinungen wie Biertrinkerhorden und Fangesänge) überflutet war und das machte auch Hotel- und Restaurantsuche komplizierter als üblich. Zum Glück gewinnt am Ende Portugal und CR ist der Star. :-)

Aber Porto ist eine schöne Stadt, die Einwohner super freundlich und entspannt, das Wetter spielt mit und so genießen wir das lebhafte Flair, die abwechslungsreiche Architektur, die schönen z.T. sehr geschickt verkehrsberuhigten Plätze, die vielen kleinen Läden, Bars und Cafes, die Ausblicke auf den Fluss und und und

 

 

 


19.6. schöne Wanderung am Fluss und erstes Fazit

Durch die Carrigue und entlang der Ardeche führte uns heute eine kleine, aber feine Wanderung. Der Urlaub ist nun auch bald zu Ende und so beginnt das Bilanzieren. Viele wundern sich ja immer über unsere Camping-Begeisterung und haben dabei vielleicht noch Erfahrungen von früher im Kopf. Aber mit dünner Iso-Matte und kaltem Wasserhahn hat Camping heutzutage eigentlich nichts mehr zu tun. Ganz im Gegenteil, es findet so eine Art Camping-Gentrifizierung statt. Im höherpreisigen Segment (ab ca. 20€ pro Nacht und Stellplatz aufwärts, das wird von uns/mir ;-) wegen dem Swimming-Pool oft gewählt) sind Zelte oder Leute wie wir mit einfachem Equipment zunehmend Außenseiter. Durchgehend alle Zeltplätze unterwegs hatten warme Duschen und waren sauber und ordentlich. Anbei eine Auflistung (Reihenfolge ohne Wertung), was man heutzutage auf Zeltplätzen so vorfinden kann: Fischhändler in Fort-Mahon-Plage, Hallenbad in Carnac, Platzanweiser mit Segway in Pyla-sur-Mer (hier auch Sauna und Whirlpool), Friseur und Hundeauslaufgebiet in Carnet-et-Roussillion (hier war auch das Klassik-Konzert), 1a-Lamm-Gulasch und tolle Gastfreundschaft in Santa Marina de Valedeon, Sanitäranlagen komplett in Marmor in Viana do Castello, Frühstücksbuffet in Miranda de Duero (hier auch HighTech-Regen-Duschköpfe), Luxus-Lodges und 3-Achser-Wohnmobile mit Klima-Anlage an der Ardeche….

Mal sehen, wo die Entwicklung hingeht und ob wir dabei unsere Liebe fürs Camping behalten können.

 

18.6. Ardeche – Kanutour

Die Kanu-Tour hier ist einfach ein Muss. Aber diesmal haben wir eine etwas andere Strecke ausgesucht, ein bißchen länger und mit 4 Rutschen. Mit uns waren auch viele andere Boote unterwegs, das gab manchmal Probleme. Aber es hat Spaß gemacht, die Landschaft ist sowieso toll und das Wasser war angenehm warm. Ein Foto vom Pont d`Arc gibt es hier aber nicht, davon haben wir einfach schon zu viele :-)

 

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